El Schaddai
Der verworfene Engel
Der Weihnachtsmann war sauer. Das Christkind hatte ihm einen Spezialauftrag erteilt, den es aus bestimmten Gründen nicht selbst ausführen konnte. Nur hatte es vergessen, ihm Geld dafür mitzugeben, und umsonst gibt es auf der Erde schon lange nichts mehr, wie wir alle wissen.
Unserem Weihnachtsmann war eigentlich selbst noch nicht klar, wie er die paar Tage,die er noch auf der Erde bleiben mußte, überstehen sollte.
Aber Befehl ist Befehl, dachte er sich und steckte seine Visa-Karte in den Geldautomaten. Dann tippte er die himmlische Geheimnummer hinein und hatte Glück: Das Weihnachtskonto war zwar erheblich überzogen, aber hundertfünfzig Mark spuckte die Kiste noch aus.
Seitdem dieser Papst das ganze Jahr in der Weltgeschichte herumreiste und deshalb die Vatikanischen Überweisungen immer spärlicher wurden, hatte das göttliche Defizit eine gewaltige Größenordnung erreicht und die Neuverschuldung wuchs bedrohlich.
Der himmlische Personalabbau, hauptsächlich von Petrus betrieben, hatte beängstigende Formen angenommen und es war durchaus nicht sicher, ob es im nächsten Jahr überhaupt noch einen Weihnachtsmann geben würde.
Heute jedenfalls gab es ihn noch und er hatte hundertfünfzig Mark in der Tasche. So spazierte er also durch den Hauptbahnhof und machte sich auf die Suche. Aufmerksam glitten seine Blicke über das Gedränge, hin und her und rundherum, wie die Strahlen des Radargeräts auf dem Flughafen. Niemand erkannte ihn, denn er war ja in einem Spezialauftrag unterwegs und sah auch gar nicht aus wie Santa Claus, eher wie ein Zivilbulle oder wie ein Freier.
Es dauerte nicht lange, da sah er ihn. Der Weihnachtsmann war im August schon einmal auf Erkundung hiergewesen. Damals war es warm und der Engel trug immer nur Hemd und Weste, leichte braune Hosen und Turnschuhe. Heute, am Heiligen Abend, war es bitterkalt. Der Engel hatte sich eine dicke, orangefarbene Jacke übergezogen und sah obenherum ein bißchen wie ein Müllmann aus. Aber an den goldenen Haaren und der lustigen Stupsnase erkannte der Weihnachtsmann den Engel sofort.
Unauffällig manövrierte er sich an ihn heran, sodaß er ihm begegnen mußte. Sie gingen aneinander vorbei, ein kurzer, fragender Blick und schon war die Sache klar. Der Weihnachtsmann blieb stehen und drehte sich um. Der Engel drehte sich ebenfalls um, kam zurück und beide gingen langsam nebeneinander her.
“Hast du mal ‘ne Zigarette?” fragte der Engel.
“Na klar” sagte der Weihnachtsmann “aber nur geschmuggelte Marlboro aus der Slowakei.”
“Schon O.K.” meinte der Engel und nahm sich ein Stäbchen.
“Was ist” fragte dann der Engel “suchst du einen Jungen?”
“Kann schon sein” antwortete der Alte “was nimmst du denn?”
“Kommt drauf an, was du machen willst” sagte der Engel “aber Küssen und Bumsen is nicht!”
“Hab ich auch nicht vor” stellte der Weihnachtsmann klar “wenn ich Bumsen will, geh ich zu ‘ner Frau.”
“Also ganz normal, keine harten Sachen” hielt der Engel fest “sagen wir, einen Schein.”
“Hundert?” Der Weihnachtsmann rechnete, denn er mußte auch noch die Absteige bezahlen. “Also gut, weil heute Weihnachten ist.”
Sie gingen zusammen aus dem Bahnhof in Richtung der Absteigen. Manche machten das unauffälliger, da lief der Freier dann dem Jungen auf der anderen Straßenseite fünfzig Meter hinterher, aber dem Engel und dem Weihnachtsmann war das egal. Die anderen Jungs, die Freier und die Bullen merkten sowieso, was abging.
Nun müssen wir noch ein wenig von dem Engel erzählen, damit ihr die Geschichte auch richtig versteht.
Noch vor ein paar Jahren war der Engel genauso ein Engel wie alle anderen Engel im Himmel auch. Das heißt, ganz genauso war er eigentlich nicht. Er war schon immer ein bißchen neugieriger und leichtsinniger als die anderen und manches von dem, was der alte Petrus im Unterricht erzählte, wollte er einfach nicht glauben.
Eines Tages flog der Engel alleine und übermütig zu der verbotenen Wolke, die ganz hoch oben und ganz weit draußen schwebte und es kam, wie es kommen mußte:
kurz bevor er sie erreichte, verließen ihn die Kräfte, der Engel stürzte ab.
Erst trudelte er noch eine Weile hin und her, dann ging es schneller und schneller, tief hinab. Bald verlor er einen Flügel, beim Aufprall auf der Erde brach auch noch der zweite ab. Die Flügel unseres Engels hießen Selbstachtung und Stolz.
Eigentlich ist das Leben auf der Erde doch gar nicht so schlimm, könnte man denken, den meisten von uns geht es doch recht gut.
Wenn, ja wenn es da für einen Engel nicht ein ziemliches Problem gäbe. Engel ernähren sich im Gegensatz zu uns Menschen nämlich von Goldstaub und dieser Goldstaub ist auf der Erde fürchterlich teuer. Im Notfall können die Engel auch Schnee essen, aber das ist ein ganz besonderer Schnee. Er ist sehr selten und auch nicht gerade billig.
Deshalb hatte das Christkind den Weihnachtsmann zu unserem Engel geschickt. Er sollte sich wenigstens am Heiligen Abend um das Geld für den Goldstaub keine Sorgen machen müssen.
Mittlerweile waren der Weihnachtsmann und der Engel vor der Absteige angekommen. Sie hieß “Blasender Engel”, der alte Mann kannte sie noch aus besseren Tagen.

“Hier?” fragte der Weihnachtsmann.
“O.K.” sagte der Engel.
Der Alte zahlte 40 Mark für eine halbe Stunde, man gab ihnen ein Zimmer im Erdgeschoß. Sonst wohnten nur Männer mit jüngeren Frauen in der Absteige, der Weihnachtsmann wurde ein wenig verlegen. Aber er hatte ja einen Auftrag zu erfüllen. Das Zimmer besaß keine Toilette, doch es war wenigstens warm.
Der Weihnachtsmann und der Engel zogen ihre Jacken aus und warfen sie über einen Sessel. Der Weihnachtsmann legte sich auf das große Bett, das weder Kissen noch Decke hatte und zündete sich eine Zigarette an.
Der Engel begann sich auszuziehen, denn er wollte die Sache schnell hinter sich bringen.
“Das brauchst du nicht” sagte der Weihnachtsmann “ich steh nicht auf sowas.”
“Was soll das heißen” fragte der Engel mißtrauisch “du stehst nicht auf sowas. Wieso gehst du dann mit mir hierher?”
“Keine Angst, du kriegst deine Kohle” sagte der Alte und legte den Blauen auf den Tisch.
“Ich möchte dir eine Geschichte erzählen, komm her.”
“Dann hätten wir uns das Geld fürs Hotel sparen können” sagte der Engel, der nicht recht wußte, was das hier werden sollte.
“Draußen ist es kalt” erklärte der Weihnachtsmann “und ich möchte dich gerne in den Arm nehmen. Mit den dicken Jacken spüre ich dich ja gar nicht.”
“Ein seltener Spinner” dachte der Engel, steckte sich ebenfalls eine Zigarette an und legte sich neben den Alten.
Dieser begann zu erzählen. Von dem Seemann, der einen schwarzen Engel traf, welcher ohne Goldstaub leben wollte. Von Entgiftungen in Ochsenzoll und Therapien in Hessen, von Sabine aus der Königstraße, von der Flucht in den Harz und ins Allgäu, vom Cleansein auf dem Schiff in den Philippinen.
Von endlosen Kämpfen und Tränen und davon, daß die Hoffnung noch immer nicht gestorben ist.
Wir wissen nicht, ob die Geschichte dem Engel gefallen hat, jedenfalls sagte er nichts dazu.
Als der Weihnachtsmann schließlich schwieg, nahmen sich die beiden in die Arme und lagen eine Weile still da, wie zwei Ertrinkende, die sich gegenseitig aneinander festhalten wollen. Dann standen sie auf, der Engel steckte den Schein ein und beide gingen in verschiedene Richtungen wieder hinaus in die Kälte.
Christian ging zurück zum Bahnhof, vielleicht liefen da ja noch mehr solche Spinner durch die Gegend. Er wußte ja nicht, wen er gerade getroffen hatte.
Aber es hingen nur noch zwei besonders abgefuckte Freier herum, die ihre Geilheit nicht einmal am Heiligen Abend verbergen konnten.
Der Alte hatte eine Träne in den Augen, die aber sofort gefror und herunterfiel. So merkte an der Tankstelle niemand etwas, als er sich für die verbliebenen 10 Mark mit Apfelkorn eindeckte. Irgendwie hatte er ein gutes Gefühl, als er sich damit alleine auf seiner Bude einen knallte. Er hoffte, daß der himmlische Vorruhestand noch ein Weilchen auf sich warten liesse.
Diese wahre Geschichte liest auch Stimm und Truppi.
Der Weihnachtsmann war sauer. Das Christkind hatte ihm einen Spezialauftrag erteilt, den es aus bestimmten Gründen nicht selbst ausführen konnte. Nur hatte es vergessen, ihm Geld dafür mitzugeben, und umsonst gibt es auf der Erde schon lange nichts mehr, wie wir alle wissen.
Unserem Weihnachtsmann war eigentlich selbst noch nicht klar, wie er die paar Tage,die er noch auf der Erde bleiben mußte, überstehen sollte.
Aber Befehl ist Befehl, dachte er sich und steckte seine Visa-Karte in den Geldautomaten. Dann tippte er die himmlische Geheimnummer hinein und hatte Glück: Das Weihnachtskonto war zwar erheblich überzogen, aber hundertfünfzig Mark spuckte die Kiste noch aus.
Seitdem dieser Papst das ganze Jahr in der Weltgeschichte herumreiste und deshalb die Vatikanischen Überweisungen immer spärlicher wurden, hatte das göttliche Defizit eine gewaltige Größenordnung erreicht und die Neuverschuldung wuchs bedrohlich.
Der himmlische Personalabbau, hauptsächlich von Petrus betrieben, hatte beängstigende Formen angenommen und es war durchaus nicht sicher, ob es im nächsten Jahr überhaupt noch einen Weihnachtsmann geben würde.
Heute jedenfalls gab es ihn noch und er hatte hundertfünfzig Mark in der Tasche. So spazierte er also durch den Hauptbahnhof und machte sich auf die Suche. Aufmerksam glitten seine Blicke über das Gedränge, hin und her und rundherum, wie die Strahlen des Radargeräts auf dem Flughafen. Niemand erkannte ihn, denn er war ja in einem Spezialauftrag unterwegs und sah auch gar nicht aus wie Santa Claus, eher wie ein Zivilbulle oder wie ein Freier.
Es dauerte nicht lange, da sah er ihn. Der Weihnachtsmann war im August schon einmal auf Erkundung hiergewesen. Damals war es warm und der Engel trug immer nur Hemd und Weste, leichte braune Hosen und Turnschuhe. Heute, am Heiligen Abend, war es bitterkalt. Der Engel hatte sich eine dicke, orangefarbene Jacke übergezogen und sah obenherum ein bißchen wie ein Müllmann aus. Aber an den goldenen Haaren und der lustigen Stupsnase erkannte der Weihnachtsmann den Engel sofort.
Unauffällig manövrierte er sich an ihn heran, sodaß er ihm begegnen mußte. Sie gingen aneinander vorbei, ein kurzer, fragender Blick und schon war die Sache klar. Der Weihnachtsmann blieb stehen und drehte sich um. Der Engel drehte sich ebenfalls um, kam zurück und beide gingen langsam nebeneinander her.
“Hast du mal ‘ne Zigarette?” fragte der Engel.
“Na klar” sagte der Weihnachtsmann “aber nur geschmuggelte Marlboro aus der Slowakei.”
“Schon O.K.” meinte der Engel und nahm sich ein Stäbchen.
“Was ist” fragte dann der Engel “suchst du einen Jungen?”
“Kann schon sein” antwortete der Alte “was nimmst du denn?”
“Kommt drauf an, was du machen willst” sagte der Engel “aber Küssen und Bumsen is nicht!”
“Hab ich auch nicht vor” stellte der Weihnachtsmann klar “wenn ich Bumsen will, geh ich zu ‘ner Frau.”
“Also ganz normal, keine harten Sachen” hielt der Engel fest “sagen wir, einen Schein.”
“Hundert?” Der Weihnachtsmann rechnete, denn er mußte auch noch die Absteige bezahlen. “Also gut, weil heute Weihnachten ist.”
Sie gingen zusammen aus dem Bahnhof in Richtung der Absteigen. Manche machten das unauffälliger, da lief der Freier dann dem Jungen auf der anderen Straßenseite fünfzig Meter hinterher, aber dem Engel und dem Weihnachtsmann war das egal. Die anderen Jungs, die Freier und die Bullen merkten sowieso, was abging.
Nun müssen wir noch ein wenig von dem Engel erzählen, damit ihr die Geschichte auch richtig versteht.
Noch vor ein paar Jahren war der Engel genauso ein Engel wie alle anderen Engel im Himmel auch. Das heißt, ganz genauso war er eigentlich nicht. Er war schon immer ein bißchen neugieriger und leichtsinniger als die anderen und manches von dem, was der alte Petrus im Unterricht erzählte, wollte er einfach nicht glauben.
Eines Tages flog der Engel alleine und übermütig zu der verbotenen Wolke, die ganz hoch oben und ganz weit draußen schwebte und es kam, wie es kommen mußte:
kurz bevor er sie erreichte, verließen ihn die Kräfte, der Engel stürzte ab.
Erst trudelte er noch eine Weile hin und her, dann ging es schneller und schneller, tief hinab. Bald verlor er einen Flügel, beim Aufprall auf der Erde brach auch noch der zweite ab. Die Flügel unseres Engels hießen Selbstachtung und Stolz.
Eigentlich ist das Leben auf der Erde doch gar nicht so schlimm, könnte man denken, den meisten von uns geht es doch recht gut.
Wenn, ja wenn es da für einen Engel nicht ein ziemliches Problem gäbe. Engel ernähren sich im Gegensatz zu uns Menschen nämlich von Goldstaub und dieser Goldstaub ist auf der Erde fürchterlich teuer. Im Notfall können die Engel auch Schnee essen, aber das ist ein ganz besonderer Schnee. Er ist sehr selten und auch nicht gerade billig.
Deshalb hatte das Christkind den Weihnachtsmann zu unserem Engel geschickt. Er sollte sich wenigstens am Heiligen Abend um das Geld für den Goldstaub keine Sorgen machen müssen.
Mittlerweile waren der Weihnachtsmann und der Engel vor der Absteige angekommen. Sie hieß “Blasender Engel”, der alte Mann kannte sie noch aus besseren Tagen.

“Hier?” fragte der Weihnachtsmann.
“O.K.” sagte der Engel.
Der Alte zahlte 40 Mark für eine halbe Stunde, man gab ihnen ein Zimmer im Erdgeschoß. Sonst wohnten nur Männer mit jüngeren Frauen in der Absteige, der Weihnachtsmann wurde ein wenig verlegen. Aber er hatte ja einen Auftrag zu erfüllen. Das Zimmer besaß keine Toilette, doch es war wenigstens warm.
Der Weihnachtsmann und der Engel zogen ihre Jacken aus und warfen sie über einen Sessel. Der Weihnachtsmann legte sich auf das große Bett, das weder Kissen noch Decke hatte und zündete sich eine Zigarette an.
Der Engel begann sich auszuziehen, denn er wollte die Sache schnell hinter sich bringen.
“Das brauchst du nicht” sagte der Weihnachtsmann “ich steh nicht auf sowas.”
“Was soll das heißen” fragte der Engel mißtrauisch “du stehst nicht auf sowas. Wieso gehst du dann mit mir hierher?”
“Keine Angst, du kriegst deine Kohle” sagte der Alte und legte den Blauen auf den Tisch.
“Ich möchte dir eine Geschichte erzählen, komm her.”
“Dann hätten wir uns das Geld fürs Hotel sparen können” sagte der Engel, der nicht recht wußte, was das hier werden sollte.
“Draußen ist es kalt” erklärte der Weihnachtsmann “und ich möchte dich gerne in den Arm nehmen. Mit den dicken Jacken spüre ich dich ja gar nicht.”
“Ein seltener Spinner” dachte der Engel, steckte sich ebenfalls eine Zigarette an und legte sich neben den Alten.
Dieser begann zu erzählen. Von dem Seemann, der einen schwarzen Engel traf, welcher ohne Goldstaub leben wollte. Von Entgiftungen in Ochsenzoll und Therapien in Hessen, von Sabine aus der Königstraße, von der Flucht in den Harz und ins Allgäu, vom Cleansein auf dem Schiff in den Philippinen.
Von endlosen Kämpfen und Tränen und davon, daß die Hoffnung noch immer nicht gestorben ist.
Wir wissen nicht, ob die Geschichte dem Engel gefallen hat, jedenfalls sagte er nichts dazu.
Als der Weihnachtsmann schließlich schwieg, nahmen sich die beiden in die Arme und lagen eine Weile still da, wie zwei Ertrinkende, die sich gegenseitig aneinander festhalten wollen. Dann standen sie auf, der Engel steckte den Schein ein und beide gingen in verschiedene Richtungen wieder hinaus in die Kälte.
Christian ging zurück zum Bahnhof, vielleicht liefen da ja noch mehr solche Spinner durch die Gegend. Er wußte ja nicht, wen er gerade getroffen hatte.
Aber es hingen nur noch zwei besonders abgefuckte Freier herum, die ihre Geilheit nicht einmal am Heiligen Abend verbergen konnten.
Der Alte hatte eine Träne in den Augen, die aber sofort gefror und herunterfiel. So merkte an der Tankstelle niemand etwas, als er sich für die verbliebenen 10 Mark mit Apfelkorn eindeckte. Irgendwie hatte er ein gutes Gefühl, als er sich damit alleine auf seiner Bude einen knallte. Er hoffte, daß der himmlische Vorruhestand noch ein Weilchen auf sich warten liesse.
Diese wahre Geschichte liest auch Stimm und Truppi.
neo-bazi - 24. Okt, 11:35
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